Alle Beiträge von DiA

Ehre, wem die Ehre gebührt – Solidarität mit der Lebensschützerin Kristina Hänel

Kristina Hänel sieht sich als Löwin. Sie versteht sich als Kämpferin, als Lebensschützerin und wird von anderen als Heldin im Einsatz gegen Ungerechtigkeit gefeiert.

Doch Deutschland wollte ihren Einsatz nicht würdigen und hat ihr im Namen des Volkes eine Strafe von 6.000,- EUR aufgebrummt, was wiederum hohe Wellen im Bundestag schlug und auch noch nicht ausgestanden ist…

Doch der Reihe nach. Worum geht es?

Frau Hänel verdient ihr Geld im ehrbaren Beruf als Allgemeinärztin, und bietet in Ihrem Leistungsspektrum u. a. auch den „Schwangerschaftsabruch“ an. Doch weil gem. §219a Werbung für Abtreibungen nicht zulässig ist, wurde sie von „selbsternannten Lebensschützern“ angezeigt und das Unheil nahm seinen Lauf.

Doch die „Selbsternannten“ haben diesmal die Rechnung ohne den Wirt gemacht:

Abtreibungsgegner verdrehen die Realität

bekennt die Lebensschützerin, welche  eine über 30-jährige Expertise im Töten ungeborener Kinder hat – nach allen Regeln der ärztlichen Kunst versteht sich. Denn:

Zum Lebensschutz gehört für mich alles, was ich als Ärztin tue. Angefangen beim Rettungsdienst über meine Arbeit mit traumatisierten Kindern bis zum Schwangerschaftsabbruch…“ (Hervorhebungen durch uns).

Entsprechend groß war die Empörung über den Erfolg der „Selbsternannten“ – dieser „Realitätsverdreher“ denn die Lebensschützerin Hänel erfuhr über Nacht eine riesige Solidaritätsbekundung. Neben Demonstrationen vor dem Gerichtsgebäude und Unterstützung der Frauen der Evangelischen Kirche fand sie Zuspruch besonders von Vertretern aus der Politik:

Von der LINKEN, wurde sie für ihren Einsatz mit dem Clara-Zetkin-Preis ausgezeichnet. In der Laudatio dazu empört sich eine Vertreterin der „Partei der Gerechtigkeit“, darüber „dass es reicht mit diesem Unrecht“. Und weil die LINKE sich Frau Hänel „zu großem Dank verpflichtet“ fühlt, hat sie, in vorauseilender Erahnung der Dinge die da kommen sollten, zwei Tage vor dem unseligen Richterspruch, einen Gesetzentwurf zur Streichung des §219a eingebracht, damit Lebensschützerinnen wie Frau Hänel ihre Arbeit auf eine solide rechtliche Basis stellen können.

Die Grünen als „Partei für Geringverdiener_innen“ haben sich ebenfalls prompt solidarisch mit der Ärztin gezeigt, aber auch die FDP, so wie die SPD als „Partei der kleinen Leute“. Kurzum, die Mehrheit (!) der deutschen Volksvertreter sah sich veranlasst  umgehend entsprechende Gesetzentwürfe einzubringen, und das alles schnell, noch vor dem Zustandekommen der neuen Bundesregierung.

Das nennen wir Einsatz! Vor allem aber einen Riecher für den „linken“ Kairos, jenen richtigen Moment im Leben den es auszunutzen gilt, wie der Spiegel dies treffend feststellte: „Katja Kipping sieht in der aktuellen Lage, in der Deutschland nur eine geschäftsführende Regierung habe und kein Koalitionsvertrag die Akteure binde, eine Chance. ‚Wir könnten wirklich fraktionsübergreifend für eine Streichung des Paragrafen 219a arbeiten.'“

Wer sich die Gesetzentwürfe der LINKEN, Grünen, FDP und SPD zu Gemüte führt, und die Debatte im Bundestag entsprechend verfolgt (stenografischer Bericht hier) wird überwältigt sein von der Solidarität unserer Volksvertreter mit Frau Hänel (Wer hingegen nach Hinweisen auf das „unter dem Schutz der Verfassung stehende“ Leben der Ungeborenen sucht, darf sich verwundert die Augen reiben, denn bis auf eine halbe Silbe bei der FDP wird dies mit keinem Wort erwähnt – gemäß dem Motto „wen kümmert das Geschwätz des Bundesverfassungsgerichtes“).

Aber zurück zu Frau Hänel. Sie sieht dem Politzirkus erwartungsvoll entgegen, denn auf die Frage: „Angenommen, in einem weiteren halben Jahr ist der Paragraf weg. Was dann?“ sie verrät der taz:

Dann beginnt die inhaltliche Arbeit eigentlich erst. (lacht) Dann können wir aufholen, was wir all die Jahre versäumt haben: dafür sorgen, dass Frauen an verschiedenen Stellen an die Adressen für einen Schwangerschaftsabbruch kommen … Dass der Eingriff Thema in der medizinischen Ausbildung wird… Dann tun wir tatsächlich etwas für den sogenannten Lebensschutz.“

Und bis es so weit ist, ist Frau Hänel als gefragte Rednerin unterwegs, berät junge Frauen in Sachen Abtreibung und lässt sie wissen: „Es gebe keine Studien dazu, dass Abtreibungen an sich psychische Probleme hervorrufen“. Als Ärztin, die sich für das Wohl der Frauen sorgt, weiß sie natürlich wovon sie spricht!

Auf der eigens für Frau Hänel und ihresgleichen eingerichteten Website zur Solidaritätsbekundung werden Erkenntnisse der Expertin veröffentlicht – wie z. B. diese:

„Der Embryo sitzt doch nicht mit Rucksack im Bauch und wartet darauf, herauszuspazieren!“

oder

„Lebensschutz heißt:… sichere Abbrüche“

Was bleibt uns da noch übrig, als uns ebenfalls in den Chor ihrer Unterstützer einzureihen, und zu bekennen:

Vielen Dank, Frau Hänel! Danke dafür, dass sie uns allen die Erkenntnisse Ihrer jahrzehntelangen Arbeit zugänglich machen!

Sie fordern hier „Sprache und Bilder in der Debatte von den Abtreibungsgegnern zurückzuholen“. Weil wir uns zu diesen zählen, möchten wir Ihrer Bitte gerne nachkommen und steuern, als kleinen bescheidenen Beitrag, zwei Bilder für Interessierte bei. Diese mögen dazu beitragen, Ihre als Lebensretterin gewonnen Erkenntnisse zu untermauern: denn in der Tat – in beiden Fällen ohne Rucksack und sicher abgebrochen – wie von Ihnen trefflich festgestellt!

Aber gestatten Sie uns abschließend auch noch eine kleine persönliche Anmerkung: Entgegen Ihrer Annahme haben diese ungeborenen Kinder alle darauf gewartet, herauszuspazieren – sie sind aber von Lebensschützern wie Ihnen daran gehindert worden.

Hier die versprochenen Bilder:

Nach 11 Wochen von Lebensschützern am Herausspazieren gehindert – ohne Rucksack – aber sicher abgebrochen
Nach 22 Wochen von tatsächlichen Lebensschützern ebenfalls sicher am Herausspazieren gehindert – wieder ohne Rucksack –

Nachtrag: vom 28.03.2018

In einem Beitrag auf Xing legt Frau Hänel nach und schreibt:

„Die Wissenschaft belegt: Liberale Abtreibungsgesetze schützen Leben.“

vergisst aber zu erwähnen, dass die zitierte Studie ausnahmslos von Abtreibungsbefürwortern finanziert wurde, die nicht mal im Traum daran denken, die Ungeborenen als „Leben“ zu bezeichnen – und sei dies eine Minute vor dem Einsetzen der Geburtswehen!

Und weil die tatsächliche Lebensschützerin fordert:

„Es ist Zeit, Scheindiskussionen zu beenden und uns an die Fakten zu halten. Wer wirklich Leben schützen will, muss Frauen mehr Freiheit geben.“

möchten wir auch bei den reinen Fakten bleiben: Nach den aktuellen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland im Schnitt AN JEDEM TAG  ungeborene Kinder im oben abgebildeten Alter von Lebensschützer*innen wie Frau Hänel am Herausspazieren gehindert. 2017 wurden insgesamt 101.209 Abtreibungen gemeldet – davon 654 (!) nach der 22. Schwangerschaftswoche.

Und wäre der Lebensschützerin Hänel am Wohl der Frauen gelegen, hätte sie vielleicht folgende  (im Journal of American Physicians and Surgeons veröffentlichte) Studie erwähnt, in der 73,8% der befragten Frauen zugeben, dass ihre Entscheidung abzutreiben nicht ganz frei war… Übertragen auf hiesige Verhältnisse von 2017 wären das 74.692 (!) Frauen die zugegeben hätten, zur Abtreibung gedrängt worden zu sein.

Aber nein, Frau Hänel setzt sich dafür ein, dass Werbung für Abtreibung straffrei wird, dass Frauen (und deren Partner (!)) viel leichter entsprechende Informationen im Internet finden – und die Mehrheit unserer Politiker, sowie die Vertreter einer sich permanent prostituierenden Presse, klatschen Beifall.

„Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“

 

Murat, Alex und Ben im Regenbogenland

Großes Kino im Regenbogenland! Die Hauptstadt prescht voraus und stellt erstmalig im deutschsprachigen Raum eine Handreichung vor, welche Kita-Fachkräfte darin unterstützt „sich im Rahmen der Inklusionspädagogik mit den Vielfaltsdimensionen Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung zu beschäftigen“.

Oder um es etwas einfacher zu sagen: die Handreichung ist eine Anleitung für den Umgang mit Kindern wie Murat, Alex oder Ben. Wir haben die drei besucht:

Murat ist ein quirliger Vierjähriger, der sich gerne schöne Kleider anzieht, seine Fingernägel bemalt und am liebsten Prinzessin spielt. Das finden alle in der Kita schön, denn Murat wusste „schon immer“ (Seite 22) dass er ein Mädchen ist. Die Kita-Fachkräfte nehmen Murat immer ernst, respektieren seine Aussagen und unterstützen ihn in seinen Identitätsfragen. Denn sie wissen: „niemand kann die Geschlechtsidentität eines Kindes ändern“ (Seite 23) und sie wissen ebenfalls, dass „die Unterstützung transgeschlechtlicher Kinder sich positiv auf ihre psychische Gesundheit auswirkt“ (Seite 56).

In der Kita lässt sich Murat am liebsten das Buch „MY DAD THINKS I’M A BOY?!“ (Seite 135) vorlesen, denn bei solchen Geschichten fühlt er sich verstanden. Ihm geht es nämlich ähnlich wie der Stephie, deren Vater einfach nicht wahrhaben will, dass sie ein Mädchen ist. Bei Murat zuhause ist es fast genauso. Yusuf, der Papa vom Murat hatte deswegen auch schon mal einen Termin mit der Kitaleitung, doch diese hat ihm sehr freundlich mitgeteilt, „dass jedes Kind über sein eigenes Geschlecht am besten Bescheid weiß“ (Seite 60), und dass „Diskriminierung jedweder Art in der Kita keinen Platz hat und dass alle Kinder vor Diskriminierung geschützt werden, egal um welches Vielfaltsmerkmal es sich handelt“ (Seite 65).

Murat spielt gerne mit Alex. Er findet auch die beiden Mütter von Alex (siehe Titelblatt) nett, denn sie sind verständnisvoll, ganz anders als die „Rechtspopulisten“ (Seite 11 und 79). Alex hörte solche nämlich mal tuscheln. Sie sagten, dass „dass Kinder für ihre gesunde Entwicklung eine Mutter und einen Vater brauchen, die zusammen leben“ (Seite 43) dabei ist hinreichend bekannt, dass alle solche „Behauptungen und Befürchtungen jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und empirischer Nachweise“ entbehren (Seite 44).

In der Kita schmökern Murat und Alex auch gerne im Medienkoffer der neben der Kuschelecke steht. In Liebesgeschichten wie jene aus dem Bilderbuch „KÖNIG & KÖNIG“ (Seite 123) oder „LUZIE LIBERO UND DER SÜSSE ONKEL“ (Seite 124) finden sie die ihnen „bekannten als auch unbekannten Lebenswelten“ wieder und  „erleben sie … als Bereicherung“ (Seite 120). Für „Kinder, die sich lesbisch, schwul oder bisexuell identifizieren (werden)“ (Seite 24) ist der von der Berliner Senatsverwaltung herausgegebene Medienkoffer nämlich wertvoll, denn „für Kinder mit gleichgeschlechtlichen Empfindungen ist es wichtig und stärkend, in der Kita Erfahrungen mit einer positiven Bewertung gleichgeschlechtlicher Liebe und Partnerschaft sammeln zu können“ (Seite 24).

Ben ist das Vorbild der beiden, denn er ist schon fünf und darf bald zur Schule. Bens Eltern dachten zunächst er sei ein Mädchen, und hatten ihn Sophie genannt (siehe Titelblatt). Doch Ben wusste ebenfalls „schon immer“ dass er ein Junge ist. Und so wie es „Mädchen mit Puller“ (Seite 22) gibt, gibt es nun mal auch Jungen ohne Puller. Von einer „Expert_in“ (Seite 102) in der Kita hörte Ben oft: „das Aussehen einer Person lässt keine eindeutige Aussage über ihre geschlechtliche Identität zu“ (Seite 99) oder „dein Wunsch nach der Ansprache mit einem von Dir gewählten Vornamen oder Personalpronomen ist in Ordnung!“ (Seite 100). Ben hat auch beschlossen, sich nicht als Sophie sondern sich mit seinem richtigen Namen, als Ben, einschulen zu lassen. Auch seine Eltern finden den neuen Namen schön. Sie sind nämlich beide Juristen und manchmal hört er sie sagen: „aus rechtlicher Sicht spricht nichts dagegen, dass ein Kind mit seinem selbstgewählten Vornamen und in seinem Wunschgeschlecht eingeschult und im Klassenbuch geführt wird“ (Seite 68) oder „aus menschenrechtlicher Perspektive ist es geboten, den Kindern …. Mitsprache bei sie betreffenden Angelegenheiten zu gewähren. Konkret geht es im schulischen Rahmen … um … Benutzung von Toiletten und Umkleideräumen… später auch Unterbringung bei Klassenfahrten“ (Seite 69). Ben hat gehört, dass neue Schule sehr nett sein soll, denn „der Sportlehrer ruft jetzt nicht mehr: „Alle Mädchen hierher, alle Jungs da lang“, sondern: „Alle, die in die Mädchen-Umkleidekabine gehen, gehen jetzt hier lang, alle, die in die Jungs-Kabine gehen, da lang“. So ein bisschen offener“ (Seite 34).

Schade ist nur, dass Murats Papa ablehnend reagiert, wenn Murat zu Hause zu viel von seinen Freunden aus der Kita erzählt. Er erzählte von Lisa, die sagte: „ich …wollte immer eine Prinzessin sein … Als ich 4 Jahre alt war, wollte ich mir den Penis abschneiden und habe ihn immer versteckt. Ich bin schon immer ein Mädchen, da ist nur der Penis falsch. Den will ich nicht haben. Früher wollte ich den immer abschneiden, aber das nutzt mir nichts, davon bekomme ich auch keine Scheide, sagt Mama. Die kann ich mit 18 Jahren bekommen“ (Seite 51), oder vom 5 ½ – jährigen, geschlechtsvarianten Kim das meinte: „Mein Name ist für Jungs und für Mädchen. Ich möchte mal einen Bart haben, Brüste mit Milch drin, Baby im Bauch, Penis und Scheide und eine hohe Stimme“ (Seite 74).

Als Murat in der Kita erzählte, dass Yusuf, sein Papa, zu Hause negierend reagiert und sogar über Restriktionen nachdenkt, hat die Kita-Leitung schnell erkannt, dass „die Situation auch unter dem Blickwinkel einer möglichen Kindeswohlgefährdung betrachtet werden“ (Seite 57) sollte. Und weil „bei Jugendämtern nicht immer angemessenes Fachwissen bereitgehalten wird“ (Seite 75) hat die Kita-Leitung gerne die Expertise einer auf Geschlechtsvarianz bei Kindern spezialisierten Beratungsstelle in Anspruch genommen. Doch auch die konsultierten Diversity-Experten konnten nicht so richtig weiterhelfen, denn der Fall „Papa Yusuf“, war einer dieser hartnäckigen, „denen am Ende nicht mehr mit dialogischen Möglichkeiten und pädagogisch-fachlichen Argumenten begegnet werden kann“ und nun „muss die Kitaleitung bzw. der Träger ggf. eine_n Kinderschutzbeauftragte_n hinzuziehen und / oder dem Schutzauftrag gemäß § 8a SGB XIII [sic] (KJHG) nachkommen“ (Seite 84). Und was sein muss (!), das muss eben sein.

Aber die Mühen haben sich letzten Endes gelohnt, denn die Sache mit Murats Papa ist gut ausgegangen – wie so oft in Geschichten aus „Tausend und Einer, Nackt“. Die Kinderschutzbeauftragten wissen nun mal, wie man Leuten wie ihm die Spielregeln vom Regenbogenland erklären muss.

Yusuf hat dann auch schnell eingesehen, dass er selbst durch seine negierende Haltung fast zum Kindeswohlgefährder seines kleinen Murat geworden wäre. Und beim Gedanken daran, mit welcher Anmaßung er versucht hatte, die Geschlechtsidentität seines Vierjährigen zu korrigieren stieg ihm tatsächlich die Schamröte ins Gesicht. So hat er versprochen, ab sofort nicht mehr ablehnend sondern ganz lieb zum Murat zu sein.

Danach haben dann alle ein großes Fest gefeiert – so richtig bunt, mit vielen Luftballons und Glitzer und so.

__________________________________________________________________

Die Seitenzahlen beziehen sich auf die „Handreichung“:
MURAT SPIELT PRINZESSIN, ALEX HAT ZWEI MÜTTER UND SOPHIE HEISST JETZT BEN
Link zum Download:
http://www.queerformat.de/material/QF-Kita-Handreichung-2018.pdf

 

Wahlpruefsteine in Sachen Abtreibung und Lebensrecht Ungeborener

Im Folgenden stellen wir  für Interessierte Auszüge aus den Wahlprogrammen der etablierten Parteien zum Thema Abtreibung und Lebensrecht ungeborener Kinder gegenüber (Hervorhebungen durch uns). Unsere Einschätzung dazu finden Sie unten:

CDU/CSU

Wir haben die sexuelle Selbstbestimmung gestärkt und den Schutz von Frauen und Minderjährigen vor Gewalt verbessert.

Wir bekennen uns zum Schutz des menschlichen Lebens und zum Schutz der Menschenwürde, gerade in Grenzsituationen. Angesichts der rasanten Entwicklungen in der Medizin wollen wir die Chancen nutzen, aber auch ethische Grenzen erhalten.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

SPD

Für uns sind die Freiheit der sexuellen Orientierung, die geschlechtliche Selbstbestimmung und der Schutz vor Diskriminierung universelle Menschenrechte, an die wir erinnern und bei deren Einforderung wir unsere Partner in der Entwicklungszusammenarbeit unterstützen.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

DIE LINKE

Wir setzen uns ein für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper und treten jeglichem Sexismus energisch entgegen.

In diesem Sinne sind wir für die Streichung der Paragraphen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch, die Schwangerschaftsabbruch weiterhin als Straftatbestand aufführen und nur unter der Bedingung einer Zwangsberatung in den ersten drei Monaten straffrei lässt.

Wir wollen stattdessen eine gesetzliche Regelung, die das Recht auf und den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen wohnortnah und barrierefrei garantiert. Wir wollen eine dichte Beratungsstellenlandschaft, damit Frauen im Falle gewollter und ungewollter Schwangerschaften professionelle Unterstützung erfahren. Plankrankenhäuser müssen verpflichtet werden, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

DIE GRÜNEN

Über den Körper selbst zu bestimmen, ist nicht leicht, wenn alle eine Meinung dazu haben. Wir setzen uns für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen über ihren Körper ein. Bei ungewollter Schwangerschaft brauchen Frauen wohnortnahe Unterstützung und Hilfe, keine Bevormundung und keine Strafe. Erst recht brauchen sie keinen Rückschritt bei bereits erkämpften Rechten und keine Einschränkungen erreichter Freiheiten.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

AfD

Auch ungeborene Kinder haben ein Recht auf Leben. Viel
zu oft wird dieses Recht der Selbstverwirklichung oder sozialen
Zukunftsängsten untergeordnet. Solchen Ängsten will die
AfD durch konkrete Hilfen für Familien in allen Lebenslagen
vorbeugen, insbesondere den lebensrettenden Ausweg der
Adoption erleichtern und fördern.
Bereits vorher muss aber die Gesellschaft in Familien,
Schule und Medien den Respekt vor dem Leben und ein
positives Bild von Ehe und Elternschaft vermitteln. Die
Schwangerschaftskonfliktberatung muss tatsächlich dem
Schutz des Lebens dienen. Wie vom Bundesverfassungsgericht
zur Bedingung gestellt, ist regelmäßig die Wirksamkeit der
Beratungsscheinregelung zu überprüfen. Gegebenenfalls ist
durch gesetzliche Korrekturen ein wirksamer Lebensschutz zu
gewährleisten.
Um realistische Abtreibungszahlen erheben zu können,
muss die Meldepflicht für Abtreibungen verbessert werden.
Eine Unterlassung der Meldung seitens des ausführenden Arztes
muss spürbare Sanktionen nach sich ziehen. Die Anonymität
der Schwangeren ist dabei zu gewährleisten.
Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die Tötung Ungeborener
zu einem Menschenrecht zu erklären.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

FDP

im Wahlprogramm der FDP konnten wir keine Aussagen zum hier behandelten Thema finden.

Quelle: Link zum Wahlprogramm

Unser Fazit:

Die CDU/CSU bekennen sich einerseits „zum Schutz des menschlichen Lebens und zum Schutz der Menschenwürde, gerade in Grenzsituationen“ sind gleichzeitig aber stolz darauf, die „sexuelle Selbstbestimmung“ der Frauen gestärkt zu haben. Die ungeborenen Kinder – mit ihrer höchstrichterlich zugestandenen Menschenwürde – werden mit keinem Wort erwähnt. Die Unionsparteien beabsichtigen ihrem Wahlprogramm zufolge nicht, an der Rechtslage zur Abtreibung auch nur ein i-Tüpfelchen zu ändern.

Die SPD sieht sich als Streiterin für „mehr Gerechtigkeit“ bekennt sich aber dazu, dass „sexuelle Selbstbestimmung“ ein Menschenrecht sei. Die „Gerechtigkeit“ der ungeborenen Kinder auf Leben ist für sie praktisch nicht existent, denn es hat sich zu 100% unter den Wunsch der Mutter auf Abtreibung unterzuordnen – sei es zu Beginn einer Schwangerschaft oder aber einen Tag vor der Geburt.

Die LINKE gibt sich das Motto „SOZIAL. GERECHT. FRIEDEN. FÜR ALLE“ will mit der Streichung des §218 und des §219 aber jegliches Unrechtsbewusstein zum Thema Abtreibung auslöschen. Für „Frieden und Gerechtigkeit“ den Ungeborenen gegenüber hat DIE LINKE nichts übrig. Im Gegenteil, sie setzt sich am stärksten für eine Gesetzeslage ein, die es jeder Frau ermöglicht, möglichst wohnortnah und ohne alle Hürden Abtreibungen vorzunehmen.

Die GRÜNEN sehen sich als Partei der „Zukunft“, bekennen sich aber wie eh und je „für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen über ihren Körper“. Soll heißen: Abtreibung zu jedem Zeitpunkt und ohne jede Begründung – keinen Millimeter zurück hinter die „erreichten Freiheiten“. Die „Zukunft“ der hierzulande jährlich 100.000 getöteten Ungeborenen ist ihnen kein Wort wert.

Die AfD bekennt sich deutlich zum Lebensrecht ungeborener Kinder. In Sachen Lebensrecht der Ungeborenen ist sie derzeit die einzige Alternative zu den etablierten Parteien.

Die FDP äußert sich in ihrem Wahlprogramm nicht zu unserem Thema, ist aber dafür bekannt, dass sie sich dafür einsetzt, dass Frauen jederzeit und ohne Begründung abtreiben können.

Bis auf die AfD erwähnen alle etablierten Parteien die ca. 100.000 hierzulande jährlich abgetriebenen Kinder mit keinem(!) Wort in ihren Wahlprogrammen. Sie beabsichtigen auch nicht im Geringsten die Richtersprüche des Bundesverfassungsgerichtes diesbezüglich ernst zu nehmen oder gar umzusetzen.

Im Gegenteil, gemäß ihrer Wahlprogramme sie setzten sich alle dafür ein, dass Frauen zu jeder Zeit und ohne jede Begründung abtreiben können – das Recht auf Leben und die Menschenwürde der ungeborenen Kinder sind für sie, wie es scheint, praktisch nicht existent.

Liberté – Freiheit im Pferch der Gedankenpolizei

Ist sie nicht nett, die Geschichte von der Meinungsfreiheit, die heute jedes Kind mit der Muttermilch aufsaugt? Sie ist fast zu schön um wahr zu sein. Und darf man nicht annehmen, dass unsere Nachbarn, die Franzosen, LIBERTÉ mit Stolz an erster Stelle im Wahlspruch ihrer Nation führen? Gewiss. Was die französischen Sozialisten jedoch letzte Woche ablieferten, ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Liberté bei Bedarf auf den von der Gedankenpolizei gesteckten Rahmen einengen lässt.

Worum geht es? Wer in Frankreich abtreibungswillige Frauen am „Zugang zu Informationen“ über deren Recht auf Abtreibung behindert, begeht schon seit geraumer Zeit ein Verbrechen. Nun wurde das 1993 eingeführte, bzw. 2001 und 2014 verschärfte, Gesetz auf „jegliche Mittel“ der Kommunikation erweitert um explizit gegen Webseiten (wie z. B. diese, die unsere) vorzugehen. Wer sich schuldig macht in irgendeiner Weise moralischen oder psychologischen Druck, Drohungen oder jegliche Art von Einschüchterungen auf Personen auszuüben, die sich über Abtreibung informieren“ darf mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und 30.000 EUR Strafe rechnen – so der neue, von der Nationalversammlung wie vom Senat in einem Schnellverfahren verabschiedete Gesetzestext.

Man muss kein Hellseher sein um zu erkennen, dass solche Formulierungen praktisch für alle Interpretationen offen sind. Grégor Puppnick vom European Center for Law and Justice schreibt daher zu Recht von einer „thought police policy“ und vom Tatbestand der Gedankenverbrechen (thought crime) und kommentiert das neue Gesetz wie folgt:

„Die Sprachregelung verbietet es, jegliche Informationen zum Thema Abtreibung zugänglich zu machen, selbst wenn diese wahr sind, sofern davon auszugehen sei, dass dabei moralischer oder psychologischer Druck auf die sich informierende Person ausgeübt würde. Daher würde die Sprachregelung beispielsweise eine Veröffentlichung von Bildern mit abgetriebenen Föten verbieten, ebenso Statistiken zu medizinischen Folgen von Abtreibungen oder Berichte von Frauen mit entsprechend negativen eigenen Erfahrungen. Denn der schiere Inhalt solcher Informationen sei durch die eigene Überzeugungskraft hinreichend, um moralischen Druck auszuüben“.

Man kann dazu noch anmerken, dass der Versuch sich gegen entsprechende Anschuldigungen zu verteidigen ungefähr jenem gleich kommt, in einem totalitären System nachzuweisen, dass man kein „subversives Element“ sei.

Dass die französische Regierung den Vorwurf gegen Meinungsfreiheit zu sein weit von sich weist, versteht sich. Die Gesundheitsministerin stellt nur klar, dass „Meinungsfreiheit nicht damit verwechselt werden darf, Menschen zu manipulieren“ – und man darf dreimal raten, wen sie dabei im Blick hat.

Soll heißen, die französischen Lebensrechtler sind ab jetzt gut beraten, einfach die offizielle Version der Regierung nachzubeten, nach der „die Mehrheit der seriösen, wissenschaftlichen Studien, die hierzu veröffentlicht worden sind, zeigen, dass Abtreibungen keine langfristigen psychologischen Folgen nach sich ziehen…“ Denn dies ist die reine Wahrheit, und nur die Wahrheit. Echt jetzt!

 

Update vom 19.02.2017:
vor drei Tagen hat der Gesetzestext die letzte Hürde im Parlament genommen und ist nun ab dem 16.02.2017 Gesetz in Frankreich. Na dann, Gute Nacht Liberté…

 

Ausgegrenzt – trotz guter Taten

Ein Skandal war es mal wieder! Am letzen Wochenende machten sich 1.500 friedliche Demonstrant*innen auf den Weg mehr Frauenrechte einzufordern und wie im Jahr zuvor wurden sie von der Berliner Polizei (in einer Mannschaftsstärke von 1300 Beamten!!!) daran gehindert, ihre Meinung in der gewünschten Weise kundzutun.

Eine Unverschämtheit! Mit Absperrgittern aus Stahl haben die Ordnungshüter ihnen den Weg versperrt, haben Pfefferspray und harte Faustschläge eingesetzt, eine Person krankenhausreif geschlagen, und einige in den Bau gesperrt – dabei engagieren sie sich doch alle für eine gute Sache! Es galt, dem Aufmarsch von etwa 7000 „reaktionären Kräften“ entgegenzutreten und den „sogenannten Marsch für das Leben“ möglichst ganz zu verhindern.

Die Absichten jener aus dem ersten Bündniss (getragen von 19 Organisationen)  waren lobenswert und auch an ihrem Konzept war nichts auszusetzen, im Gegenteil: Sie wollten bei ihrer Demo „einen Raum schaffen, der so diskriminierungsarm wie möglich ist“ sie wollten „gemeinsam darauf achten, dass es nicht zu ausgrenzenden oder diskriminierenden Situationen kommt“ denn „Verhaltensweisen und Äußerungen, die Menschen diskriminieren, sind nicht mit dem Inhalte unserer Demo und Aktionen vereinbar und sollten durch gemeinsames Handeln unterbunden werden.“ Jene vom zweiten Bündnis (getragen von 39 Organisationen) hatte die Rückendeckung von Berlins Oberbürgermeister Müller, den Grünen, den Linken, Teilen der SPD, den Humanisten und vielen anderen mehr – sprich, sie hatten nichts weniger als die Mitte der Gesellschaft hinter sich! Ihr Anliegen war ebenfalls löblich und hehr: Es galt „hetzende Fundamentalist*innen, welche Mädchen und Frauen jedes Recht auf Selbstbestimmung nehmen, zu stoppen“ und in die Schranken zu weisen.

So hat man sich zunächst unter dem Brandenburger Tor getroffen um letzte Argumente unter Freunden auszutauschen…

mfdl_2016_argumente

um anschließend die vorher liebevoll gestalteten Transparente der deutschen Hauptstadt stolz zu präsentieren: Zu lesen waren Slogans wie:

  • Ficken statt beten
  • Kondome bis zum Volkstod
  • Abtreiben gegen Deutschland
  • Muschi Imperialismus

und vieles Ähnliche mehr (Bilder davon kann man z. B. hier, oder hier bewundern).

Die Grüne Jugend hat vor dem Hauptbahnhof liebevoll und mit voller Innbrunst der vorbeiziehenden Menge „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ zugerufen und als Novum hat man eine übergroße Pappfigur mit einer sich selbst befriedigenden Madonna präsentiert. Weil man sich zudem von den schweigenden Gläubigen hinter dem Absperrzaun dermaßen provoziert fühlte, hat eine junge Dame zu entsprechenden Handbewegungen in ein Megafon gestöhnt, damit auch noch der letzte der „Hetzer“ die überzeugenden Argumente für ein Recht auf Abtreibung zu hören bekommt.

mfdl_2016_gruenejugend

Dies war auch mehr als notwendig, denn die „reaktionären Fundamentalist*innen“ hinter dem Absperrgitter trugen Transparente mit „gruseligen Inhalten auf die Straße, wie z. B.:

  • Zuwendung statt „Sterbehelfer
  • Jeder Mensch ist Würdeträger
  • Töten ist keine ärztliche Kunst
  • „Echte Männer“ stehen zu ihrem Kind

und andere die wir an dieser Stelle gar nicht erst zitieren möchten…

mfdl_2016_plakate

Auf Seite der Guten hatte man jedoch aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt, und weil man wieder von einem unfairen Einsatz der Polizei ausgehen musste, hat man sich notgedrungen diverse Strategien zurechtgelegt: So wurde eigens ein Arbeitskreis gebildet, der u. a. den genialen Plan erarbeite mit Hilfe von „Stinkbomben, Furzspray, Gülle und alles, was das Haltbarkeitsdatum lange überschritten hat“ jene hinter dem Absperrgitter zu bewerfen. Andere schlugen vor, auf die bewährten Mittel der letzten Jahre zurückzugreifen und Tampons als Wurfgeschosse zu verwenden.

mfdl_2016_tampons

Die Nächsten wiederum haben beschlossen, als Hexen verkleidet die Teilnehmer des Marsches zu verfluchen! Viel Kreativität wurde freigesetzt, als es darum ging, dem „Mittelalter“ den aufgeklärten Feminismus nahe zu bringen…

mfdl_2016_hexen

In den Pausen zwischen den Sprechchören hat man permanent Zeichen für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung gesetzt, denn als Enkel einer Rosa Luxemburg fühlt man sich geradezu vorherbestimmt nach deren berühmten Satz „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“ zu handeln.

mfdl_2016_zeichen

Und weil die Späher im Kampf gegen Rechts mindestens eine Vertreterin der AfD im „Aufmarsch“ der „Fundis“ erblickten, hat man kurzerhand alle vom Schweigemarsch als Nazis tituliert und ihnen ein lautstarkes, natürlich diskriminierungsarmes „Wer mit der AfD marschiert, der ist ein Nazi!“ entgegen gehalten.

Die etwa 7000 „Fundis“ haben sich von dem tausendfach skandierten „kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ nicht beeindrucken lassen und zum Abschuss ihres „Aufmarsches“ vor dem Reichstagsgebäude tatsächlich einen Gottesdienst gefeiert. Spätestens als sie sich erdreistet hatten zu reden und zu singen, haben die Guten dies wieder in gekonnter Manier zu verhindern gewusst: Während das „Mittelalter“ den Gottesdienst zelebrierte, hat man auf Seite der Guten durchgehend und aus voller Kehle die eigenen feministischen Parolen zum Besten gegeben und hat den Frauen, Kindern, Cis-Männern und Sonstigen hinter dem Absperrgitter, Eier und eine rote Mixtur (vermutlich nach den Anregungen des bereits erwähnten Arbeitskreises hergestellt) im hohen Bogen zukommen lassen so wie die selbst gestalteten Konfetti mit der eigenen Agenda „schwul, pervers und arbeitsscheu“.

Als die wunden Kehlen schließlich zu versagen drohten wurde eine mobile Verstärkeranlage herbeigeholt, um damit die Veranstaltung der Gläubigen vollständig zu beglücken (einen kleinen Eindruck davon gibt z. B. dieses Video hier).

Doch wie es das Schicksal wollte, haben die Beamten aus unerfindlichem Grund nach einiger Zeit wieder zu fiesen Mitteln gegriffen: Sie entwendeten den Guten den fahrbaren Gettoblaster, und haben unter Anwendung roher Gewalt schließlich einige abgeführt… Ihr „Freunde und Helfer“, wenn das nicht ein aktives Behindern von guten Taten ist,  was dann???

mfdl_2016_polizei

Trotz diesem fiesen Vorgehen der Polizei konnte man im Lager der Guten auch Positives verzeichnen: die Ordnungshüter haben mit ihrem Absperrgitter verhindert, dass die eigene Demo von den „fundamentalistischen Hetzern“ nachhaltig gestört wurde (Man nehme dazu die hochoffizielle Meldung der Polizei auf Twitter zur Kenntnis).

mfdl_2016_twitter

Welches Fazit kann man aus all dem ziehen, wenn nicht jenes, dass Undank der Welt Lohn ist?

Wir rufen daher alle Menschen guten Willens auf, in Zukunft die Guten nach Kräften zu unterstützen! 

Wäre es nicht angebracht, wenn  wir ihnen helfen, den Inhalt ihrer Forderungen für jedermann sichtbar zu machen?

Die Sprecherin des ersten Bündnisses hat sich in diesem Radiointerview für Abtreibungen „bis kurz vor der Geburt“ ausgesprochen und  das zweite, aus der Mitte der Gesellschaft unterstützte, „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ hat in seiner Bündniserklärung „den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch“ gefordert.

Ist es daher nicht angebracht, dass man den Guten hilft ihre Forderung mit Bildern zu untermalen, so wie es z. B. unsere Freunde in Polen auf den Plätzen ihrer Innenstädte tun? Das wäre gewiss ein guter Beitrag zu mehr Aufklärung!

PL_FP_Kr1

Westliche Werte

„Rauchen kann Ihr ungeborenes Kind töten“

heißt es in der EU-Tabakrichtlinie (RICHTLINIE 2014/40/EU, AHNANG I Punkt (9)) die nun genau seit einer Woche auch hierzulande in geltendes Recht umgesetzt werden muss. Da staunt der Laie, wie schnell der Zellklumpen einer Schwangeren auf wundersame Weise zum Kind mutiert. Denn Moment, war da nicht mal was? Wurde nicht genau vor einem Jahr vom EU-Parlament der Noichl-Report mit breiter Mehrheit angenommen, in dem es z. B. unter Punkt 68. heißt (Hervorhebung durch uns):

Das Europäische Parlament,
… unterstreicht, dass der universelle Zugang zur Gesundheit, insbesondere zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und zu den damit verbundenen Rechten, ein grundlegendes Menschenrecht ist, und betont das Recht, freiwillig Familienplanungsdienste aufzusuchen und sich auch im Hinblick auf eine sichere und legale Abtreibung betreuen zu lassen

Wie ist es möglich, dass unsere Politiker einerseits wie Löwen dafür kämpfen, dass ungeborene Kinder vor den Schäden durch Rauchen geschützt werden und andererseits alles tun, dass deren Müttern das Recht eingeräumt wird, dieselben Ungeborenen nach allen Regeln der medizinischen Kunst zerlegen zu lassen?

Zigarettenrauch „kann“ den Babys schaden. Küretten, Zangen und Sauggeräte sind eigens zu geschaffen, diese „sanft zu entfernen“ – Stück für Stück…

Dem Laien mag dies als Widerspruch erscheinen. Dies ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass Opportunismus, Heuchelei und Verlogenheit zweifellos an der Spitze des westlichen Wertekanons stehen.

Ersatzmigration

Sind die Migrantenströme in Europa auch eine Folge unserer Abtreibungspolitik? Weil man noch fragen darf „ob zwei plus zwei vier ist“ (Orwell), werfen wir mal einen Blick auf diese These.

Dass die demografische Entwicklung in Europa sich in einer gewaltigen Schieflage befindet, pfeifen die Spatzen seit Jahrzehnten von den Dächern. Die einen sprechen von einer Krise, die anderen von einer sich anbahnenden Katastrophe.

Die Bevölkerungsexperten der UNO haben das natürlich auch erkannt und wie nicht anders zu erwarten ist, Lösungsvorschläge erarbeitet – einer davon heißt „Ersatzmigration“ (der uns fehlende Nachwuchs soll durch Migranten ersetzt werden). Am 21. März 2001 haben die Experten der UNO den Bericht mit ihren Planspielen unter dem Titel „Replacement Migration“ veröffentlicht.

Ein kleiner Auszug daraus zur Situation in Deutschland: Nachdem zunächst festgestellt wird, dass hierzulande das Verhältnis „Arbeiter/Rentner“ in den letzten Jahrzehnten von 6,9 (1950) nach 4,4 (1995) gesunken ist, werden anhand von sechs Szenarien Lösungsvorschläge eruiert. In Szenario 5 wird z. B. durchgespielt, was getan werden müsste, um das genannte Verhältnis nicht unter 3 (drei Arbeiter kommen für einen Rentner auf) sinken zu lassen. Zitat (Hervorhebung durch uns):

„Bis 2015 wären keine Einwanderer nötig. Zwischen 2015 und 2050 wären 40,5 Millionen Einwanderer nötig, im Schnitt 2 Millionen jährlich. Im Jahr 2050 (hätte Deutschland damit) 113,2 Millionen Einwohner, davon 54,4 Millionen (48%) Einwanderer und derer Nachkommen.“

Das Szenario 6 halten die UNO-Experten für „demografisch unrealistisch“ und erwähnen es wohl nur, um zu deutlich zu machen, wie viele Migranten nötig wären um das o. g. Verhältnis von 1995 konstant auf 4,4 zu halten. Zitat:

“Die Gesamtzahl der Einwanderer zwischen 1995 und 2050, um dieses Verhältnis konstant zu halten, wäre 188,5 Millionen, sprich 3,4 Millionen jährlich. Im Jahr 2050 würde die Gesamtbevölkerung dann 299 Millionen betragen, davon 80% Einwanderer und derer Nachkommen.“

Der UNO-Bericht bezieht sich auf 8 Länder (darunter Deutschland) und 2 Regionen (EU und Europa). Wir haben an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass z. B. in Europa 30% der Kinder abgetrieben werden.

Werfen Sie daher bitte einen Blick in die Originaldokumente der UNO, und ziehen Sie anschließend Ihre eigenen Schlüsse, ob eine Diskussion über die oben genannte These gerechtfertigt ist.

Des Weiteren wäre zu prüfen, ob sich der Kreis nicht schließt, wenn man sich vor Augen hält, dass manche unserer „Volksvertreter“ sich unseren Volkstod wünschen und ihre Helfershelfer munter für dessen Eintreten ficken.

Das Imperium schlägt zurück

Vorgestern wurde die Kampfmaschinerie in Bewegung gesetzt, ab jetzt wird zurückgeschossen!

Was haben sich die kleinen Würstchen vom „Center for Medical Progress“ (CMP) eigentlich gedacht? Haben die Hanseln tatsächlich geglaubt, das Imperium „Big Abortion“ ungestraft provozieren zu können? Wie vermessen…

Doch der Reihe nach: Seit Juli letzen Jahres schien der Abtreibungsriese „Planned Parenthood“ durch die vom CMP veröffentlichten Videos wie gelähmt. Die Praxis von Planned Parenthood, Körperteile abgetriebener Kinder gewinnbringend zu verkaufen, wurde in den Videos schonungslos offen gelegt und einem Millionenpublikum zugänglich gemacht. Die Medien mussten darüber berichten, und im Senat so wie im US-Repräsentantenhaus wurde die causa verhandelt. Diese endete damit, dass Senatoren und Abgeordnete sich mehrheitlich dafür aussprachen, die öffentliche Förderung (von immerhin jährlich über 500 Millionen USD) an Planned Parenthood einzustellen.

Doch die Demokraten, sowie US-Präsident Barack Obama, haben nie einen Hehl daraus gemacht, hinter dem Abtreibungsriesen zu stehen – komme was wolle! So überraschte es auch nicht, dass Obama letzte Woche durch sein Veto das Ansinnen der Volksvertreter abgeschmettert hat.

Und nun, ein paar Tage später, hat das Imperium selber den Gegenangriff eingeleitet: Planned Parenthood hat vorgestern Klage gegen David Daleiden und seine 5 Freunde eingereicht – 65 Seiten lang ist die Anklageschrift, 14 Anklagepunkte befinden sich darin. Und weil in unserer schönen neuen Welt nicht jene die Bösen sind, die „Gesichter von Babys aufschneiden um deren Gehirne zu ‚ernten’“, sondern jene, die darüber berichten, wird bei Verstößen auch entsprechend dem Motto „Kill the Messenger“ verfahren… Die Planned Parenthood Federation of America,  Amerikas größter Anbieter von Abtreibungseinrichtungen, kann sich mit einem Jahresbudget von 1,2 Milliarden USD ein Heer an Anwälten leisten – und diese zerren nun David Daleiden und fünf seiner Mitstreiter vor Gericht. Man versucht eben ein Exempel zu statuieren. Jeder soll wissen, was es heißt, sich mit einem Imperium anzulegen!

Doch kommt uns das nicht bekannt vor? Ist nicht schon mal ein David einem Goliath gegenüber gestanden? Vorgestern, am Tag der Anklage, veröffentlichte David Daleiden auf Facebook die Meldung: „GAME ON, PLANNED PARENTHOOD!!! I look forward to taking your depositions.

Wir werden den Ausgang mit Interesse beobachten… Was jetzt aber schon fest steht: David und seine Freunde haben uns gezeigt, wie es geht, den Goliats von heute gegenüber zu treten. Respekt!

26.Jan.2016: Eine zweite Front wird eröffnet
Gestern wurde bekannt, dass eine Grand Jury bei Houston (Texas) David Daleiden und eine Mitstreiterin von ihm angeklagt, im Gegenzug dazu Planned Parenhood aber von allen Anschuldigungen freigesprochen hat. Für die Verkäufer von Leichenteilen abgetriebener Kinder natürlich„absolutely great news“ denn sie wussten schon immer dass sie „die Guten“ sind. Jene die den Skandal aufgedeckt haben, dürfen dafür bei einer Verurteilung mit bis zu 20 Jahre Kittchen rechnen… Klares Signal an alle Nachahmer: „Niemand der sich mit einem Imperium anlegt, wird dies ungestraft tun!“ Und übrigens: und wenn in der Anwaltschaft welche die Anklage erhoben hat, auch eine Staatsanwältin arbeitet, die gleichzeitig im Vorstand von Planned Parenhood sitzt, hat dies gewiss keinen Einfluss auf das Urteil – ganz ehrlich Mann

1.Feb.2015: Wortlaut aus dem für morgen angekündigten Webcast von CMP: „WARNUNG: Planned Parenthood, der Rest der Abtreibungsindustrie und deren mächtige Verbündete in der Regierung haben einen Krieg (full-scale war) gegen David Daleiden gestartet, wobei sie verzweifelt versuchen von ihren Verbrechen abzulenken indem sie den Boten angreifen.“

Zwangsbeglückt

Undankbares Afrika! Seit Jahrzehnten arbeiten Heerscharen an Entwicklungshelfern unermüdlich daran, den Menschen auf dem schwarzen Kontinent zu einem Leben in Würde zu verhelfen und nun das: Die christlichen Hirten Afrikas wenden sich in einem dramatischen Appell an die Weltöffentlichkeit, um gegen ihre eigene Beglückung zu protestieren!

Aber kurz der Reihe nach:
Aufbauend auf den Millenniums-zielen von 2001 wurde und wird unermüdlich daran gearbeitet, dass die Welt ein noch besserer Platz für uns alle wird. Die Marschrichtung für die Zeit nach 2015 gab kein geringerer als der UN-Generalsekretär vor mit seinem Bericht „Ein Leben in Würde für alle“ von 2013. Der Beitrag der Europäischen Kommission folgte 2014 in einer Mitteilung unter dem Titel „Ein menschenwürdiges Leben für alle“. Und nun das Ergebnis: die am 25. Sept 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030, die unserem Bundes-Entwicklungsministerium zufolge „allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen“ soll.

Aber nein, nein, nein, die 48 Bischöfe und 10 Kardinäle (die immerhin für einige hundert Millionen Christen in Afrika sprechen) können oder wollen die hehren Motive des Westens einfach nicht verstehen.

Wir zitieren aus ihrem Schreiben das u. a. an die UN, so wie an Staatschefs und NGOs aus dem Westen adressiert ist und kurz vor dem UN-Gipfel im September veröffentlicht wurde (Hervorhebungen durch uns):

(Punkt 1. bis 3 sind einleitend)

4. Als Hirten sind wir alle zutiefst in unserer Herzen verletzt wegen der Angriffen gegen das Leben, die Familie, allem was heilig ist, die gesunde Entwicklung unserer Jugend, der Zukunft Afrika… Perverse und egoistische Interessen werden uns auf unserem Kontinenten aufgenötigt. Interessen die mit immer schnellerer und mit unverminderter Aggressivität … Individualismus und Hedonismus bei uns einführen…

5. Wir bitten Euch daher inständig, die schmutzigen Kampagnen zu beenden welche auf unserem Kontinent eine Kultur des Todes anpreisen… Es kann nicht länger geleugnet werden, dass uns Programme mit Euphemismen wie „Sexuelle und reproduktiven Gesundheit und Rechte“ als Bedingung für Entwicklungshilfe auferlegt werden…

6. … Die Agenten der Kultur des Todes verwenden zweideutige Sprache, und verführen Entscheidungsträger so wie gesamte Bevölkerungen, nur um diese als Partner beim Verfolgen ihrer ideologischen Ziele zu gewinnen …

7. Wir die Pastoren Afrikas wollen nicht, dass die Afrikaner zu „servilen Partnern“ verführt werden. Dies ist eine neue Art der Sklaverei! Wir wollen, dass die Würde unserer Leute respektiert wird…

8. Jetzt stellen wir mit tiefstem Schmerzen fest, dass unsere afrikaweiten Institutionen, seit deren Gründung, unter dem Joch von neokolonialistischen Lobbys befinden… welche 2003 … in schändlicher Weise Abtreibungen als Frauenrecht anerkannten…

9. …Wir beobachten mit größter Sorge, die Entschlossenheit der … länderübergreifenden Lobby für “reproduktive Rechte” alles zu tun, um staatliche Entscheidungsträger dazu zu bewegen, Abtreibungen zu legalisieren oder zu entkriminalisieren… Mit welchem Recht glauben westliche NGOs – welche nur deren eigene ideologische Interessen verfolgen – afrikanische Staaten rechtlich an ihre eigene Weltanschauung binden zu können?

10. … Diese politischen und wirtschaftlichen Zwänge haben nur ein Ziel: die drastische Kontrolle und Reduktion der afrikanischen Bevölkerung, die geplante Zerstörung der Ehe und Familie… Wir Afrikaner müssen kategorisch Nein sagen, zu diesem Plan, der unseren Kontinenten tötet… Wir sind erwachsen genug, um gegen alle Formen der politischen Kolonisation “Nein” zu sagen…

11. Die Milliarden der Dollar … sind ein Skandal der zum Himmel nach Vergeltung schreit. Sie sind eine neue Sklaverei im Dienste des Götzen „Geld“.

12. Die Zeit ist gekommen, diese … Initiativen zu entzaubern. Nein, sie sind keineswegs afrikanisch! Sie sind von A bis Z von fremden Agenten gesteuert, welche unter den „Entwicklungs“-Konzepten solche wie „Gender“ und „Reproduktive Gesundheit“ in die politischen und juristischen Dokumente eingeführt haben…diese sind in Wahrheit Programme zur Zerstörung der Armen und der Werte der Menschheit.

13. Wir, afrikanische Pastoren, beobachten heute mit tiefster Traurigkeit, dass die post-2015-Agenda für globale Entwicklung … zu Partnerschaften geführt hat, welche eine mächtige politische und finanzielle Kraft darstellen. Solche „Partnerschaften… haben die Afrikaner de facto ihrer Freiheit beraubt und ihr Vertrauen verraten…

14. Autoren und Partner … dieser Agenden der sogenannten „sexuellen Befreiung“, hört auf die Stimme eures Gewissens! Rüttelt es wach! Denkt daran, dass sich jeder Mensch einmal für seine Handlungen vor Gott verantworten wird…

(Punkt 15. bis 17 abschließende Bemerkungen)

Überrascht uns dieses Gejammere? Nein, denn wir Weltverbesserer aus dem Westen wussten es schon immer, dass „Undank ist der Welt Lohn“ ist! Aber nett wie wir sind, sehen wir über Kritik hinweg und rücken keinen Millimeter davon ab, anderen zu einem „Leben in Würde“ zu verhelfen – dies hat die Verabschiedung der oben genannten Agenda 2030 bewiesen.

Abschließend noch ein Lied zum Thema an die Adresse der Guten. Einfach so.

 

Ermächtigt durch die Nationen…

Die Welt verändern durch die Ermächtigung von Frauen. Dies ist einer der Ansprüche, der am die 25. Sept. 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen „Agenda 2030“.

Ein paar Auszüge aus dem Kapitel „Vision“ der Agenda:

Unser Ziel ist eine Welt
... in der alles Leben gedeihen kann,
... die frei von Angst und Gewalt ist
... die von universalem Respekt für Menschenrechte und von der Würde des Menschen geprägt ist,
... eine Welt in der das Recht regiert, die Gerechtigkeit, Gleichheit und Nichtdiskriminierung...
(Punkte 7 und 8, Seite 4)

Erreicht soll die genannte Vision durch Umsetzung von 17 Zielen. Das liest sich dann z. B. wie folgt:

... Sicherstellen eines gesunden Lebens und fördern von Wohlergehen für alle, jeden Alters, durch: … Zusichern von allgemeinem Zugang zu Einrichtungen für sexuelle und reproduktive Gesundheit... (Ziel 3., Seite 16)
... Erzielen von Gleichberechtigung der Geschlechter und Ermächtigung von Frauen und Mädchen, durch: … Allgemeinen Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und zu reproduktiven Rechten... (Ziel 5., Seite 18)

Dabei ist vieles davon schon erreicht. Sehen wir uns dazu ein Beispiel aus der Praxis an. Eines  von vielen dieser Art, welches von der Organisation „Zentrum für medizinischen Fortschritt“ im Laufe dieses Jahres veröffentlicht wurde (z. B. auch hier auf Youtube):

Alameda, Kalifornien:
… eine Einrichtung für reproduktive Gesundheit,
… eine Patientin die im Begriff ist, ihr Recht in Anspruch zu nehmen,
… eine Ärztin, vom Gesetzgeber dazu ermächtigt der Patientin reproduktive Gesundheit zukommen zu lassen und,
… zwei Technikerinnen des Biotech-Unternehmens StemExpress, die ebenso ermächtigt sind, ihrem Gewerbe nachzugehen und Gewebe zu beschaffen,

… selbstverständlich alles im Einklang und im Sinne der oben genannten Agenda 2030.

Holly O’Donnell, eine der beiden Technikerinnen, die sich in Ausbildung befindet, berichtet:

„Eine der Ärztinnen kam herein, sie sah ziemlich frustriert aus […] und sagte: ‚wenn sie (die Patientin) nicht ruhig wird, kann ich die Abtreibung nicht vornehmen‘.

Schließlich wurde die Frau ruhig, und die Ärztin begann mit der Abtreibung. Es dauerte eine Weile, ich war im Vorzimmer, dann sah ich, wie der Behälter zum Labor gebracht wurde…“

Die globale Partnerschaft (zur Umsetzung der Agenda) wird im Geiste der weltweiten Solidarität geschlossen, im Besonderen in der Solidarität zu den Ärmsten und jenen, die sich in gefährdeten Situationen befinden… (39., S. 10)

„Dann hörte ich wie sie (die andere Technikerin) rief: ‚Hey, Holly, komm mal her. Ich möchte, dass du etwas siehst, das irgendwie cool ist. Es ist irgendwie nett‘. Ich ging hin, und in dem Moment als ich es sah, war ich einfach verblüfft. Es war der am meisten entwickelte Fötus den ich bisher kannte – etwas was einem Baby am ähnlichsten sah. Dann sagte sie: ‚Ok, ich will dir etwas zeigen‘. Sie hatte eines ihrer Instrumente, tippte damit das Herz an, und es begann zu schlagen. Ich saß dort, sah mir den Fötus an dessen Herz schlug, und wusste nicht was ich denken soll…“

Menschen die schutzbedürftig sind müssen mehrere Befugnisse zugestanden werden... Jene deren Bedürfnisse sich in der Agenda wiederspiegeln schließen alle Kinder mit ein... (23., S. 7)

„Es hatte ein Gesicht. Es war völlig zerrissen. Seine Nase war sehr ausgeprägt. Es hatte Augenlider und sein Mund war ebenfalls ausgeprägt. Dann, weil der Fötus so intakt war, sagte sie: ‚Gut, ok, dies ist ein richtig guter Fötus, und es sieht so aus, als könnten wir eine Menge davon besorgen. Hm, wir werden ein Gehirn beschaffen‘. In dem Moment als ich das hörte (wusste ich) dass wir seinen Schädel aufschneiden müssen – wir werden seinen Schädel aufschneiden müssen.“

Wir stellen uns eine Welt vor, in welche jede Frau und jedes Mädchen sich vollständiger Gleichberechtigung der Geschlechter erfreut und in der alle legalen, sozialen und wirtschaftlichen Hindernisse zu deren Ermächtigung beseitigt sind. (8., S. 4)

„’Also, ok, was du tun musst, ist dass du durch das Gesicht fährst‘. Ich dachte, ’nein, tu dieses nicht‘, doch sie nahm die Schere und machte hier einen kleinen Einstich (zeigt auf ihr Kinn), und fuhr, ich würde sagen etwas durch den Mund.“

Unser Ziel ist eine Welt [...] die in ihre Kinder investiert und in der jedes Kind gewaltfrei und ohne Ausbeutung aufwächst... (8., S. 4)

„Sie sagte: ‚Ok, kannst du den Rest übernehmen‘, und ich erwiderte … ‚Ja‘. Ich wollte dies nicht tun. Dann gab sie mir die Schere und teilte mir mit, dass ich durch die Mitte des Gesichtes schneiden solle – ich kann nicht einmal beschreiben wie sich das anfühlte.

Ich erinnere mich, dass ich es aufnahm, (den restlichen Schnitt durch) das Gesicht beendete, danach das Gehirn aufnahm und es in den Behälter legte…

Ich erinnere mich, wie ich es (anschließend) aufnahm, …“

Wir stellen fest, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Ermächtigung von Frauen und Mädchen ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Ziele sein wird... (20., S. 6)

„es war männlich, …“

Unser Ziel ist eine gerechte, faire, tolerante Welt [...] in welcher die Bedürfnisse der Schwächsten berücksichtigt werden... (8., S. 4)

„und wie ich es mit den Handschuhen anfasste. Es war so schwer … Es war zu groß, und ich sollte es nehmen und in das Sieb legen, doch ich konnte es nicht… Es war zu schwer. Und ich öffnete den Behälter, der war fast voll, einfach fast voll.“

Die Ziele sind das Ergebnis von über zwei Jahren intensiver öffentlicher Beratung und Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen in der ganzen Welt, welche besondere Aufmerksamkeit den Stimmen der Ärmsten und der Schutzbedürftigsten schenkte... (6., S. 3)

„Ich hab ihn in meinen Händen gehalten, und ich dachte: ‚Oh mein Gott, was mache ich eigentlich‘, und ich nahm ihn und legte ihn hinein. Ich erinnere mich er blieb am Deckel hängen, drehte sich und sein Gesäß war oben, und seine beiden Beine, hingen heraus…“

Die Zukunft der Menschheit und des Planeten liegt in unseren Händen. Sie liegt in den Händen der jungen Generation welche die Fackel zu künftigen Generationen weiter tragen wird... (53., S. 12)

„Ich erinnere mich, ich nahm jedes seiner Beine, legte sie in den Behälter und schloss den Deckel. Das war die heftigste Erfahrung die ich dort hatte.

Ich erinnere mich, dass ich den Fötus in meinen Händen hielt, als alle anderen beschäftigt waren, ich begann zu weinen, ich öffnete den Deckel und legte ihn erneut hinein…“

Niemand darf zurückgelassen werden. Wir sind entschlossen den Fortschritt zu beschleunigen der die Sterblichkeit Neugeborener, der Kinder und der Mütter betrifft, indem alle dieser vermeidbaren Todesfälle bis 2030 beendet werden... (26., S. 7)

„Es fällt einfach schwer zu wissen, dass du die einzige Person bist, die das Baby jemals halten wird. Es ist unheimlich, denn ich denke an all diese Szenarien, die sich daraus ergeben könnten, dass das, was ich in meinen Händen hielt, hätte erwachsen werden können… und ich muss immer daran denken …hätte ein Rechtsanwalt werden können, ein Feuerwehrmann, könnte der nächste Präsident sein…“

Wir beschließen eine bessere Welt zu bauen für alle Menschen, einschließlich der Millionen denen die Chance zu einem annehmbaren, sich lohnendem Leben in Würde verweigert wurde, jenen die ihr volles menschliches Potenzial nicht entfalten können... (50., S. 12)