Das Beschönigen beenden

„Moralische Prinzipien sind nicht von einem Mehrheitsvotum abhängig. Unrecht ist Unrecht, selbst wenn jeder im Unrecht liegt. Recht ist Recht, selbst wenn keiner Recht hat.“

– Fulton J. Sheen –

– Diese Unterseite richtet sich explizit an jene, die aktiv für das Lebensrecht ungeborener Kinder einstehen –

Beenden wir das Beschönigen, denn Abtreibung ist unmenschlich!

knuddelig
Knuddelig – 2013 in Berlin vor dem Kanzleramt

Die große Mehrheit der Lebensrechtler zieht es hierzulande vor, auf „positive Kommunikation“ zu setzen. Man ist für das Kind, für die Frau, und für die Familie usw.

Wiederholt wird betont, dass man auf jegliche Anklage verzichten und nicht moralisieren möchte.

Das ist sicher gut gemeint, und selbstverständlich hat es seine Berechtigung, für die positiven Aspekte des Lebens zu werben.

Zwei Fragen seien aber – gerade im Hinblick auf den Marsch für das Leben, die deutschlandweit größte Demo gegen Abtreibung –  gestattet:

  • Glauben wir ernsthaft, dass neutrale Betrachter durch Bilder knuddeliger Kleinkinder auf den Horror der Abtreibungen schließen?
  • Glauben wir tatsächlich, dass gut gemeinte Slogans wie „Echte Väter stehen zu ihrem Kind“ oder „Jeder Mensch ist Würdeträger“ ein Umdenken in der Bevölkerung in Sachen Abtreibung bewirken?

Überdenken und Erweitern wir unsere Art des Protestes in sinnvoller Weise

Wir, die Betreiber dieser Website, halten den Protest der deutschen Lebensrechtsbewegung zu einseitig und fragen hiermit offen:

  • Was hindert uns daran, das Kind beim Namen zu nennen und das Töten eines ungeborenen Kindes auch öffentlich als himmelschreiendes Unrecht zu bezeichnen?
  • Wie wäre es, wenn wir, zusätzlich zu den positiven Aspekten des Lebens, die negativen Folgen einer Abtreibung nicht verschweigen und auf diese hinweisen?

Wir halten Abtreibung für einen unmenschlichen Akt der Gewalt, bei dem ein ungeborenes Kind absichtlich und auf barbarische Weise getötet wird.

Wir halten es daher für sinnvoll unsere Proteste um den Einsatz von Bildern abgetriebener Kinder zu erweitern, und empfinden den Verzicht darauf als zutiefst unnatürlich.

Jene die vor uns soziale Missstände angeprangert haben wussten um die Kraft der Bilder.

  • Hätte sich jemand im 19. Jh ausmalen können welche Zustände in Teilen des britischen Imperiums geherrscht haben ohne mit den harten Fakten der Sklaverei konfrontiert zu werden?
  • Wer hätte sich vorstellen können, was Kinderarbeit in Zeiten der beginnenden Industrialisierung bedeutet, ohne Bilder wie jene eines Lewis Hine gesehen zu haben?
  • Wer außer den Frontsoldaten wüsste heute was Krieg bedeutet, ohne Bilder und realistische Filme gesehen zu haben die diesen Horror beleuchten?

Man könnte mit wirksamen Protest gegen soziale Missstände beliebig weiterfahren, bis hin zu all dem Unrecht, das Tiere durch uns Menschen erleiden müssen – und dem Einsatz von Bildern dieses  Unrecht zu beenden.

Eines ist für uns schwer begreiflich: im Gegensatz zu anderen Sozialreformern verzichtet die große Mehrheit der Lebensrechtler freiwillig auf eines der wirkungsvollsten Mittel ihres Protestes – die Bilder der Opfer.

Wir glauben, dass es sinnvoll ist diesbezüglich umzudenken, und laden hiermit Interessierte dazu ein, Kräfte zu bündeln.

Unsere Europäischen Nachbarn haben begonnen neue Wege zu gehen. Sie zeigen der Bevölkerung, in schonungsloser Deutlichkeit, was Abtreibung aus ungeborenen Kindern und mit Frauen macht. Sie könnten uns ein Vorbild sein!

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