Das Beschönigen beenden und neue Wege gehen

Das Beschönigen beenden

knuddelig
Knuddelig – vor dem Kanzleramt in Berlin

Im Bemühen auf das Unrecht der Abtreibungen hinzuweisen, setzten wir Lebensrechtler in Deutschland fast ausnahmslos auf „positive Kommunikation“.

Wir sind für das Kind, für die Frau, und für die Familie und betonen, dass wir auf Anklagen verzichten und nicht moralisieren möchten (was am Beispiel des jährlich stattfindenden „Marsches für das Leben“ in Berlin sehr gut zum Ausdruck kommt).

Weil dem so ist, sollten wir uns aber auch kritischen Fragen stellen wie z. B. diesen:

  • Abtreibung ist ein unmenschlicher Akt der Gewalt, bei dem ein ungeborenes Kind absichtlich und auf barbarische Weise getötet wird: ist es angesichts dessen angemessen, auf diesen Horror mit Bildern knuddeliger Kleinkinder und Slogans wie „Echte Väter stehen zu ihrem Kind“ zu reagieren?
  • Arbeitstäglich werden hierzulande im Schnitt 400 ungeborene Kinder abgetrieben: wird die Art und die Häufigkeit unseres Protestes dem Ausmaß dieses himmelschreienden Unrechts gerecht?

Neue Wege gehen

Wir, die Betreiber dieser Website, glauben, dass beide o. g. Fragen mit Nein zu beantworten sind und schlagen vor, das Beschönigen zu beenden, und von jenen zu lernen, welche bereits neue Wege beim Protest gegen Abtreibung gehen.

Abtreibungen sind unmenschlich und grauenvoll. Wenn die Mehrheit der Bevölkerung aber solch ein Grauen in ihrer Mitte toleriert, sollten wir den Wählerinnen und Wählern zeigen, was sie tolerieren!

Im Folgenden ein Vorschlag wie diese „neuen Wege“ aussehen könnten:

  • Wir machen, die Unmenschlichkeit der Abtreibungen in der Öffentlichkeit sichtbar, und lassen uns dabei von jenen inspirieren, welche diesbezüglich schon Erfahrungen haben.
  • Wir distanzieren uns von all jenen Positionen, welche wir für deutsche Verhältnisse für unangemessen halten (z. B. einen Vergleich des Holocaust mit Abtreibungen lehnen wir als Deutsche grundsätzlich ab, ebenso sämtliche anderen Vergleiche mit dem Nazi-Regime).
  • Wir handeln selbstverständlich im Rahmen geltender Gesetzte. Anderen gegenüber begegnen wir höflich und respektvoll und kooperieren nur mit jenen, die sich auch hierzu verpflichten.
  • Unsere Positionen vertreten wir in besonnener Weise – in der Sache hingegen kompromisslos (jenen die uns „extremes Verhalten“ vorwerfen, machen wir klar, dass das Tolerieren des Tötens in unserer Mitte extrem ist – und nicht das Aufzeigen dieses Unrechts). Wir bemühen uns um eine angemessene Wortwahl und geben niemandem Anlass uns wegen unklugem Verhalten anzuklagen.
  • Um effizient zu arbeiten beschränken wir uns auf das Thema Abtreibung und verknüpfen keine weiteren Themenbereiche wie Euthanasie, Präimplantationsdiagnostik, Klonen, Parteipolitik, Religion usw. mit unserer Arbeit (so sehr es auch entsprechende Abhängigkeiten geben mag – diese Arbeit überlassen wir anderen).
  • Wir bewahren uns vollständige Unabhängigkeit gegenüber politischen Parteien, Kirchen oder sonstigen Nichtregierungsorganisationen und nehmen kein Geld von entsprechenden Organisationen an – erst Recht nicht aus dem Ausland.

Das Vorgehen unserer Nachbarn möge uns als Inspirationsquelle dienen.

Wir freuen uns, wenn Gleichgesinnte mit uns in Kontakt treten.

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