Seine Tötungsspezialisten

„Eine Welt der Wahlfreiheit …“

– Eine Vision der International Planned Parenthood Federation (IPPF) für 2020 –

Die Weltmeister in Sachen Abtreibung

Die International Planned Parenthood Federation (IPPF) ist ein Dachverband von 172 nationalen Organisationen und nach eigenen Angaben die weltweit größte Organisation in Sachen „sexuelle und reproduktive Gesundheit und –Rechte“1. Die Organisation bekennt sich in ihrem Strategiepapier dazu, dass sie : „den Zugang zu sicherer Abtreibung verbessern will“ indem sie u. a. „Abtreibungsdienste anbietet, ‚zum gesetzlich zulässigen Höchstmaß‘, besonders unter jungen und (von solchen Einrichtungen) ausgegrenzten Frauen.“2

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US President Obama 2013 auf der Konferenz von Planned Parenthood: „I want you to know that you’ve also got a President who’s going to be right there with you fighting every step of the way.“

In ihrem Jahresbericht 20123 erwähnt die IPPF, im Jahr 2011 weltweit 1,6 Millionen „Abtreibungsdienste“ (davon hierzulande 61.000 in den 182 Kliniken von pro familia4 ) durchgeführt und innerhalb von nur 5 Jahren an 451 Gesetzesänderungen zur Verbesserung der „Reproduktiven Rechte“ in 130 Ländern mitgewirkt zu haben. Im gleichen Dokument dankt sie ihren Financiers, unter denen sich, unter vielen anderen, die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO), der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), Regierungen von 11 europäischen Staaten und private Stiftungen (Gates, Hewlett, Packard etc.) wiederfinden. 2011 hatte die IPPF, Einnahmen von 127 Millionen USD. Dazu kommen die Gelder aller 172 nationalen Tochterorganisationen der IPPF wie z. B. die Planned Parenthood Federation of America (PFFA). Allein diese verfügte im Jahr 2012 über ein Budget von über 1,2 Milliarden USD (davon 542 Millionen aus US-Steuermitteln, 307 Millionen von privaten Financiers…)5.

Vernetztung der Global Player in der Reproductive Health Supplies Coalition (RSHC)

Global gesehen tummeln viele weitere Organisationen um „Reproduktive Gesundheit“ bis in den letzten Winkel unseres Planeten zu tragen – und man versteht es perfekt, sich zu vernetzen. Die derzeit favorisierte Plattform ist die 257 Organisationen (Nov. 2013) starke Reproductive Health Supplies Coalition (RSHC).
Die dort vereinigten Mitgliedsorganisationen sehen sich als „die einflussreichsten und visionärsten Entscheidungsträger in der Welt der Reproduktiven Gesundheit“. Getragen wird die RSHC von vier mächtigen Financiers: dem Entwicklungsministerium Großbritanniens (DFID), jenem der USA (USAID), dem Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen (UNFPA) vorrangig aber von der Bill and Melinda Gates Foundation die auch entscheidend an der Gründung und Finanzierung der RSHC beteiligt war. Ihre Vision beschreiben die Mitglieder der RSHC wie folgt: “Alle Menschen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen haben Zugang zu einer erschwinglichen, hochqualitativen Versorgung, einschließlich einer breiten Auswahl an Kontrazeptiva, damit deren Reproduktive Gesundheit besser sichergestellt wird.“6 Dass der „Zugang zur Versorgung“ auch Zugang zu Abtreibungseinrichtungen beinhaltet, versteht sich von selbst, denn man gibt es unumwunden zu, dass Reproduktive Gesundheit Abtreibung mit einschließt, so wie man dazu steht, dass 69% der Organisationen in diesem Bereich tätig sind.7

Eine weitere Möglichkeit für die weltweit tätigen Organisationen, Erfahrungen auszutauschen und Kräfte zu bündeln, sind die regelmäßigen Konferenzen. 2012 war dies der London Summit of Family Planning 2012, wo sich Vertreter von 130 Organisationen trafen „um Frauen und Mädchen in ihrem Recht zu unterstützen, frei und für sich alleine zu entscheiden, ob, wann und wie viele Kinder sie haben wollen“8. Für die Jahre 2012 bis 2020 wurden von den Beteiligten finanzielle Zusagen in Höhe von 4,6 Milliarden USD gemacht. Auch hinter dieser Veranstaltung war die Gates Stiftung wieder eine der treibenden Kräfte.
Im Oktober 2013 haben sich in Delhi (Indien) 220 Vertreter der RSHC zu einer einwöchigen Tagung9 eingefunden, im November 2013 waren bei der International Conference of Family Planning in Addis Abeba (Äthiopien) bereits über 3.300 Personen aus 120 Ländern anwesend. Ihrer eigenen Einschätzung zufolge sind sie „gut unterwegs, vollen ‚Zugang‘ und volle Entscheidungsfreiheit zu gewährleisten“.10

Die Finanzierung der genannten Organisationen erfolgt gemäß deren Finanzberichten hauptsächlich von Regierungen westlicher Nationen (entweder direkt oder aber im Rahmen der Vereinten Nationen) – jedoch auch massiv von privater Seite: So stehen z. B. ganz oben auf der Spenderliste der „Susan Thompson Buffet Foundation“ neben Planned Parenthood auch IPAS, Marie Stopes, Population Services International oder die National Abortion Federation – Organisationen die sich massiv (z. T. ausschließlich) für Abtreibung einsetzen. Diesen 5 Organisationen wurden allein von der genannten Stiftung 519 Millionen USD zuteil11. Des Weiteren finden sich auf deren Spenderlisten auch regelmäßig die Stiftungen anderer „Philanthropen“ wieder wie z. B. die Bill & Melinda Gates Foundation, die David and Lucile Packard Foundation, die William and Flora Hewlett Foundation usw. die mit Millionenbeiträgen im mehrstelligen Bereich die Arbeit dieser und vieler weiterer Organisationen möglich machen.

Abtreibung unter Federführung der Vereinten Nationen:

Im Gegensatz zu privaten Initiativen ist der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) der weltweit größte Fonds zur Finanzierung von Bevölkerungsprogrammen. Eines seiner Hauptziele ist es „Weltweiten Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit zu erreichen“. Offiziell wird die Befürwortung von Abtreibung bestritten, inoffiziell wird aber intensiv mit NGOs zusammengearbeitet; auch solchen die sich vorrangig auf Abtreibung spezialisiert haben.12

Zwischen 1990 und 1994 hat die UNFPA z. B. die chinesische Ein-Kind-Politik mit 57 Millionen USD unterstützt, hat 1983 den „Bevölkerungspreis“ an den chinesischen Minister für „Familienplanung“ so wie an die indische Premierministerin vergeben13 und ist laut Steven Mosher vom Population Research Institute „direkt verantwortlich für Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen in China“.14

Dabei wird der UNFPA hauptsächlich aus Steuergeldern westlicher Industrienationen finanziert, hatte im Jahr 2011 Einnahmen von 934 Mio. USD und gab davon 44 % für Reproduktive Gesundheit aus.15

Erwähnenswert an dieser Stelle ist auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO): Diese ist z. B. Herausgeber des 134 Seiten starken Handbuches mit dem Namen „Sichere Abtreibung“. Dort geben die „Gesundheitsexperten“ z. B. auf S. 40 Anleitungen, wie Ungeborene im lebensfähigen Alter „sicher“ getötet werden können: Dem ungeborenen Kind soll Kaliumchlorid in die Nabelschnur oder in das Herz injiziert werden. Stehen keine Ultraschallgeräte zur Verfügung wird empfohlen, Digoxin in das Fruchtwasser oder direkt in den Fötus zu spritzen…16

Was die Zustimmung der Eltern im Hinblick bei Abtreibung bei Minderjährigen betrifft empfiehlt die WHO:

„Die Zustimmung der Eltern basiert oft auf einer willkürlichen Altersgrenze und leugnet die sich entwickelnden Kapazitäten junger Frauen. Die Inanspruchnahme von Abtreibungsdiensten soll ohne Zustimmung einer dritten Partei möglich sein. Um die Interessen und das Wohl von Minderjährigen zu schützen und unter Berücksichtigung der sich entwickelnden Kapazitäten, sollen Politik und Praxis die Beteiligung der Eltern ermutigen aber nicht erfordern…“17

Sonst noch Fragen?

Unser Fazit

Die Profis in Sachen Abtreibung sind weltweit tätig und betreiben Lobbyarbeit in allen politischen Ebenen – so auch im Rahmen der Vereinten Nationen. Unter dem UNO-Milleniumsziel 5b „Erreichen von universalem Zugang zu Reproduktiver Gesundheit“ können sie alles tun was mit „Reproduktiver Gesundheit“ zusammenhängt und schmücken sich gleichzeitig damit, hehre Ziele zu verfolgen.

Ihnen stehen immense Geldsummen zur Verfügung. Wer besonders effektiv ist, erhält massive Unterstützung von privater Seite, wer seine Arbeit geschickt mit anderen Tätigkeiten verknüpft (wie z. B. Bekämpfung von AIDS), dem sind finanzielle Zusagen auch von staatlicher Seite, besonders von westlichen Industrienationen, sicher.

Man hat nichts weniger als die ganze Welt im Blick und zwar jede Frau und deren „Rechte“. Man gibt vor, das Leben aller Menschen zu verbessern – auch der Kinder. Werden dabei Ungeborene getötet, ist dies natürlich nicht erwähnenswert, denn man versteht es Gesetze so gestalten und zu interpretieren, dass Ungeborene keine Kinder und somit keine Menschen sind – und damit „Basta“!

Quellen:


  1. “Together, IPPF’s family makes up the largest sexual and reproductive health and rights organization in the world.“ International Planned Parenthood Federation, URL: http://ippf.org/ippf-celebrates-60-years-srhr-advocacy (25.02.2014)  

  2. “increase access to safe abortion. […] Provide abortion services to the fullest extent permitted by the law, with special attention to young women and under-served and marginalized groups.” International Planned Parenthood Federation: Strategic Framework 2005-2015. 4. Edition, London, 2007, S. 12 und 13, URL: http://www.ippf.org/sites/default/files/strategic_framework.pdf (25.02.2014)  

  3. International Planned Parenthood Federation: IPPF Annual Performance Report 2011–2012, URL: http://ippf.org/sites/default/files/apr.pdf (25.02.2014)  

  4. “In 2011, Pro Familia delivered […] 61,000 abortion-related services.” International Planned Parenthood Federation: Germany – Pro Familia, URL: http://www.ippf.org/our-work/where-we-work/europe/germany (25.02.2014)  

  5. Planned Parenthood Federation of America: Annual Report 2011-2012, 2013, S. 8, URL: http://issuu.com/actionfund/docs/ppfa_ar_2012_121812_vf/1 (25.02.2014)  

  6. “All people in (low and middle-income) LMI countries are able to access and use affordable, high-quality supplies, including a broad choice of contraceptives, to ensure their better reproductive health” Quelle: Reproductive Health Supplies Coalition: Strategic Plan (2007–2015), 27.08.2007, S. 9, URL: http://www.rhsupplies.org/fileadmin/user_upload/Strategy/Strategic_Plan_2007.pdf (25.02.2014)  

  7. LAURO, Don; CHATTOE-BROWN, Adrienne im Auftrag der RSHC: Evaluation of the Reproductive Health Supplies Coalition, S. 134, URL: http://www.rhsupplies.org/fileadmin/user_upload/Evaluation_Report/Evaluation_2012.pdf (25.02.2014)  

  8. “Family Planning 2020 (FP2020) is a global partnership that supports the rights of women and girls to decide, freely, and for themselves, whether, when, and how many children they want to have.” Quelle: URL: http://www.familyplanning2020.org (25.02.2014)  

  9. URL: http://www.rhsupplies.org/news-events/membership-meetings/fourteenth-meeting-delhi-2013.html (25.02.2014)  

  10. “We are well on the way to ensuring Full Access and Full Choice.” Quelle: URL: http://www.fpconference2013.org/icfp-2013-closing-statement (25.02.2014)  

  11. Indiana University Lilly Family School of Philanthropy: Susan Thompson Buffett Foundation – Total Gifts Over Time, URL: http://www.milliondollarlist.org/donors/susan-thompson-buffett-foundation (25.02.2014)  

  12. LINDNER, Alexandra M.: Geschäft Abtr€ibung. Sankt Ulrich verlag GmbH : Augsburg, 2009, S. 158 

  13. NOSSITER, Bernard D.: POPULATION PRIZES FROM U.N. ASSAILED in: The New York Times, 24.07.1983, URL: http://www.nytimes.com/1983/07/24/world/population-prizes-from-un-assailed.html (25.02.2014)  

  14. “Our conclusion is that the UNFPA is directly responsible for forced abortions and forced sterilizations in China” so MOSHER, Steven: UN Slammed for Its Forced Abortions in China Using U.S. Funds. in: New American, 12.07.2012, URL: http://www.thenewamerican.com/world-news/asia/item/12049-un-slammed-for-its-forced-abortions-in-china-using-us-funds (25.02.2014)  

  15. UNFPA: 2011 Annual Report – Delivering results. S. 34, Quelle: URL: http://www.unfpa.org/webdav/site/global/shared/documents/publications/2012/16434%20UNFPA%20AR_FINAL_Ev11.pdf (25.02.2014)  

  16. World Health Organization: Safe abortion – technical and policy guidance for health systems – Second edition, 2012, S. 40, URL: http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/70914/1/9789241548434_eng.pdf (25.02.2014)  

  17. „Parental authorization – often based on an arbitrary age limit – denies the recognition of evolving capacities of young women. Third-party authorization should not be required for women to obtain abortion services. To protect the best interests and welfare of minors, and taking into consideration their evolving capacities, policies and practices should encourage, but not require, parents’ engagement through support, information and education.“ Quelle: siehe FN 17, S. 95 

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